| "Möglichkeiten antipsychiatrischer Praxis" | ||
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| 05.11.2008 — 19:00 Uhr | ||
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Die ursprünglich aus der Linken und radikalen Linken formulierte Kritik an der am Rand der Gesellschaft operierenden Institution Psychiatrie ist mit dem Beginn der Psychiatriereform in den 70er Jahren marginal geworden. Eine Zusammenarbeit mit der radikalen Linken ist in der neuen antipsychiatrischen Bewegung in Deutschland noch nicht bewusst angesteuert worden. Die zentrale Forderung der Antipsychiatrie, die Selbstbestimmung der Betroffenen, findet in der neuen antipsychiatrischen Bewegung, die aus Psychiatriebetroffenen und nicht mehr aus Professoren/innen oder Psychiater/innen besteht ihre Konsequenz. Wie bei einigen anderen der aus der außerparlamentarischen Opposition hervorgegangenen, partikular arbeitenden Gruppen wurde auch in der antipsychiatrischen Bewegung vergessen, sich in Bezug zur Kapitalismusanalyse zu setzen. Behandlungen, die manche Betroffene durchaus auch als hilfreich empfinden, genauso wie Umstrukturierung der Psychiatrie zur gemeindenahen Institution können nicht über die Notwendigkeit einer Kritik am Psychiatrischen hinwegtäuschen, in dem alltäglich Entmündigungen, Zwangsbehandlungen und Stigmatisierungen stattfinden und das Netz von sozialer Kontrolle immer engmaschiger gestrickt ist. Im Vortrag wird der Fokus auf die Umsetzung der antipsychiatrischen Theorien, u. a. von Cooper, Laing, Szasz und Basaglia liegen. Es soll die Frage beantwortet werden, wie eine Begleitung von Krisen aus antipsychiatrischer Sicht aussehen kann. Aktuelle Antipsychiatrische Institutionen und Bewegungen werden vorgestellt.
Eine Veranstaltung der Antifa Saar / Projekt AK in Zusammenarbeit mit UPS (Unabhängige Psychiatrie-Erfahrene Saarland). |
Kategorie: Infoveranstaltung
Ort: Veranstaltungsraum Nau 19 Nauwieserstraße 19 Saarbrücken - Deutschland Weitere Informationen: http://saar.antifa.net/ Kosten: - |
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