"Kampfbegriff 'Islamophobie' – Wie Antisemitismus verharmlost wird und IslamkritikerInnen mundtot gemacht werden"

02.09.2008 - 20:00 Uhr bis

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „'Das hat es bei uns nicht gegeben' – Antisemitismus in der DDR“, die von der Deutsch- Israelischen Gesellschaft AG Trier und der Aktion 3. Welt Saar bis zum 7. September in der VHS Trier präsentiert wird, findet am 02.09.2008 um 20 Uhr der Vortrag mit Klaus Blees zum Thema „Kampfbegriff 'Islamophobie' – Wie Antisemitismus verharmlost wird und IslamkritikerInnen mundtot gemacht werden“ statt. Klaus Blees ist Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3. Welt Saar.

­Es ist zu einer verbreiteten Mode geworden, Kritik an Islam und Islamismus als “Islamophobie” zu verurteilen. Diese Wortschöpfung richtet sich nach dem Vorbild der Begriffe “Homophobie” für die Ablehnung von Schwulen und “Xenophobie” für Fremdenfeindschaft. Mit dem Vorwurf der “Islamophobie” wird KritikerInnen von islamisch begründeten Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsverheiratungen, Ehrenmorden oder Steinigungen unterstellt, Moslems zu diskriminieren und zu verfolgen: Sie seien “antimuslimische RassistInnen”. Da “Phobie” ursprünglich ein psychologischer Fachausdruck für krankhafte Ängste ist, wird Islamkritik zugleich als etwas quasi Krankhaftes hingestellt, das in einer “gesunden” Diskussion nichts zu suchen hat. Der Vortrag geht der Frage nach, ob der Stempel “islamophob” nicht bloß einen Vorwand schafft, Aufklärung und rationale, emanzipatorische Kritik am Islamismus zu tabuisieren. Dient dieses Etikett gar der Verharmlosung oder Leugnung des islamischen Antisemitismus? Zwar sind tatsächlich viele Moslems von Diskriminierung betroffen. Fraglich ist jedoch, ob dies mit ihrer Religion zu tun hat oder nicht vielmehr mit der Abneigung gegen Fremde und ihrer Ausgrenzung, die auch nichtmuslimische MigrantInnen betrifft.

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Ort:
VHS
Domfreihof 1b
Trier - Deutschland

Weitere Informationen:

Kosten: 0

letzte Änderung: 26.08.08 - 14:47