"Antiamerikanismus, verkürzte Kapitalismuskritik und Antisemitismus in der Antiglobalisierungsbewegung"

27.08.2008 - 20:00 Uhr bis

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „'Das hat es bei uns nicht gegeben' – Antisemitismus in der DDR“, die von der Deutsch- Israelischen Gesellschaft AG Trier und der Aktion 3. Welt Saar bis zum 7. September in der VHS Trier präsentiert wird, findet der Vortrag mit dem Historiker Johannes Platz aus Trier über „ Antiamerikanismus, projektive Kapitalismuskritik und Antisemitismus in der Antiglobalisierungsbewegung“ statt.

­„Israel – Kindermörder“ wurde auf Demos gegen den Libanonkrieg gerufen, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos umtanzten vor einigen Jahren globalisierungskritische Demonstranten in den Masken Donald Rumsfelds und Ariel Sharons, gekleidet in Affenkostüme, ein goldenes Kalb. Was haben diese Bilder und Slogans mit tradiertem Antisemitismus zu tun, fragt der Vortrag von Johannes Platz. Anhand von Beispielen globalisierungskritischer Protestformen wird thematisiert, wie die globalisierungskritische Bewegung mit Kapitalismuskritik umgeht, sie einseitig und projektive auf bestimmte Akteure bezieht und damit Ressentiments gegen das Amerikanische und das Westliche bedient. Der Vortrag ordnet die Protestformen ein in ein Raster von Ressentiments, die letztlich strukturell gegen Juden und aber auch gegen den jüdischen Staat Israel gerichtet sind, und stellt zur Diskussion, wie diese Protestformen innerhalb wie außerhalb der globalisierungskritischen Bewegung und der Linken kritisiert werden.

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Ort:
VHS
Domfreihof 1b
Trier - Deutschland

Weitere Informationen:

Kosten: 0

letzte Änderung: 26.08.08 - 14:45