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Regie: François Truffaut In einem totalitären Zukunftsstaat sind Bücher verboten. Ausgerechnet der Feuerwehr obliegt die Aufgabe, versteckte Bücher aufzustöbern und sie in Brand zu setzen. Als Feuerwehrmann Montag erlebt, wie eine alte Frau sich lieber zu ihren Büchern auf den Scheiterhaufen legt als sich von den geliebten Werken zu trennen, ist sein Selbstverständnis erschüttert. Er beginnt heimlich zu lesen und gerät selbst in Gefahr, denunziert und verfolgt zu werden. Der 1953 veröffentlichte utopische Roman Ray Bradburys Fahrenheit 451 beschreibt warnend eine Gesellschaft, die die Bücherverbrennung institutionalisiert hat und in der Feuerwehrleute ausgeschickt werden, sie zu verbrennen. Die Temperatur Fahrenheit 451 (451°F) entspricht 232 Grad Celsius, dem Hitzegrad, bei dem Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt. Berühmt wurde die Verfilmung mit Oskar Werner und Julie Christie von Francois Truffaut: In einem utopischen Polizeistaat sind Bücher verboten und Lesen steht unter Strafe. Ein Feuerwehrmann, der eigentlich Bücher verbrennen soll, revoltiert gegen das System totaler Kontrolle... Die Kinowerkstatt erinnert damit an die genau vor 75 Jahren vorgenommene bekannteste Bücherverbrennung im Mai und Juni 1933 im nationalsozialistischen Deutschland, bei denen im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ der deutschen Studentenschaft zehntausende Bücher in ritualisierten Demonstrationen öffentlich verbrannt wurden. Heinrich Heine meinte bereits beim Wartburgfest prophetisch: "Das war nur ein Vorspiel. Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." Er sollte recht behalten. |
Ort: Kinowerkstatt St. Ingbert Pfarrgasse 49 St. Ingbert - 66386 - Deutschland Kontakt: Telefon: 06894 36821 E-Mail: kinowerkstatt@gmx.de Weitere Informationen: http://www.kinowerkstatt.de/ Kosten: - |
letzte Änderung: 13.05.08 - 15:37