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Wieso gibt's in Dörfern so viele Nazis?

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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 30.08.2008, 15:16
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20.11.08

In Dörfern gibt es keine/wenig Ausländer, woher wissen die Dorfnazis, dass Ausländer doof sind, wenn sie noch nie welche gesehn haben?


Meine Theorie ist ja die, dass sie's von den Alten vorgelebt bekommen, dann die Frustration über die eigene Dummheit, keine Perspektive, von Jugend an die Sicherheit, dass man das Kuhkaff nie verlassen wird.
Saufen und Landser hören provoziert -> sie fühlen sich böse & cool -> sie fühlen sich wahrgenommen -> sie fühlen sich weniger unwichtig.

Die Frage ist aber auch die, wieso sich dann alle für das Nazitum entscheiden, könnten sie genausogut asoziale Punks werden, die auch keine politische Meinung haben und nur saufen und böse sind. Das würde dann wahrscheinlich sogar die Eltern provozieren, denn auf dem Land sind wohl doch viele noch eher Sympathisanten von Landser & Onkelz als von Schleimkeim & Wizo, mal so als Beispiel.

Was sind die Faktoren, dass sich in Dorfjugenden sehr oft Nazicliquen bilden, bei denen es meistens nur einen "Anführer" gibt, der wirklich über das was er tut nachdenkt und Ahnung vom Onkel Hitler hat, die anderen werden verführt mit Bier & böser Musik.
Ich wette, wenn ich in mein Kaff gehen würde, und die Jugend über den Nationalsozialismus ausfragen würde, würden die kein bisschen mehr wissen als das, was sie aus ihren coolen CD's und aus der zehnten Klasse gelernt haben (sofern sie diese besucht haben).

Eure Meinung, bittesehr.
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 31.08.2008, 16:18
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21.11.08

ich denk die aussage stimmt auf jeden fall mal, also, dass es aufm land deutlich mehr nazis gibt.
ich glaub, warum die vollspackos nazis un nich asoziale punks werden liegt schlicht und ergreifend am sympatiepunkt der eltern...
sie trauen sich garnicht sich gegen ihre eltern zu wehren, oder wurden so heftig von ihren eltern zum arbeiten erzogen, dass sie eben nich punks werden können.
zum anderen isses deutlich leichter seine frustration einfach auf die "scheiß ausländer" abzulassen, als auf den scheiß staat... vor allem für bauern.
Bauern werden doch so heftig vom staat subventioniert, dass sie sich selber in den arsch treten würden, wenn sie sagen würden, dass sie am liebsten garkeinen staat hätten.

und dass die deppen noch nie ausländer gesehn haben is glaub ich noch ein grund mehr, warum sie denken, dass diese scheiße sind. Man kann immer wunderbar sich über was aufregen, was man selber noch garnie erlebt hat.

wenn wir aber sowieso grad von dörfern reden... is des bei euch eig. auch so, dass bei dörfern unter 500 einwohnern hier im SChwarzwald alles verwannd is, und seit Jahrhunderten keine genetische veränderung bei den bewohnern vorliegt?
des is kein witz und auch kein klische
diverse freunde aus unterschielichen dörfern, die inzwischen wieder alle in der stadt leben, aber mehr oder weniger ihre gesammte kindheit dort verbracht haben, können nur bestätigen, dass jeder min. der/die Groß-neffe/nichte von nem/ner anderen/anderem is


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serum serum PM senden PM senden verfasst: 31.08.2008, 21:44
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05.11.08

Die-JoWaIn Dörfern gibt es keine/wenig Ausländer, woher wissen die Dorfnazis, dass Ausländer doof sind, wenn sie noch nie welche gesehn haben?


Gute Frage.

Nun das beweist die Theorie vieler kluger Menschen, dass Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus mit eigenen Erfahrungen nichts aber auch gar nichts zu tun hat.
Alles Projektion.

Eigentlich hast du deine eigene Theorie selbst ad absurdum geführt, indem nämlich Nazi-werden nix mit Frustration und eigene Dummheit zu tun hat; denn es besteht eindeutig die Entscheidungsfreiheit und somit entscheidet jeder selbst, Nazi oder kein Nazi zu werden.


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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 15:48
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20.11.08

scraper
wenn wir aber sowieso grad von dörfern reden... is des bei euch eig. auch so, dass bei dörfern unter 500 einwohnern hier im SChwarzwald alles verwannd is, und seit Jahrhunderten keine genetische veränderung bei den bewohnern vorliegt?
des is kein witz und auch kein klische
diverse freunde aus unterschielichen dörfern, die inzwischen wieder alle in der stadt leben, aber mehr oder weniger ihre gesammte kindheit dort verbracht haben, können nur bestätigen, dass jeder min. der/die Groß-neffe/nichte von nem/ner anderen/anderem is

Jap, ich wohn in 'nem Kaff mit ungefähr 400 Einwohnern, und hier ists auch so, dass die Familien immer die Gleichen bleiben. Familie Balz, Familie Ackermann, Familie Mahr, Familie Klenk,.... das geht über Jahrhunderte zurück. Bestes Beispiel meine Familie mütterlicherseits. Mein Uropa war Bürgermeister von dem Kaff hier, mein Ururururururopa hat das Teil mit aufgebaut. Meine Mutter lebt hier auch seit ihrer Geburt. Grausam. Ich bin froh, wenn ich hier weg kann.

serum
Eigentlich hast du deine eigene Theorie selbst ad absurdum geführt, indem nämlich Nazi-werden nix mit Frustration und eigene Dummheit zu tun hat; denn es besteht eindeutig die Entscheidungsfreiheit und somit entscheidet jeder selbst, Nazi oder kein Nazi zu werden.

Da hast du mich etwas falsch verstanden bzw da hab ich mich falsch ausgedrückt, ich meinte die Fragestellung eher so:
Aus Frustration und teilweise auch durch eigene Dummheit entsteht der Wunsch, einen Sündenbock zu finden. Nun die Frage, wieso ist dieser gerade auf Dörfern immer der böse Ausländer?
icon_smile
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serum serum PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 19:24
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05.11.08

Die-JoWa
Aus Frustration und teilweise auch durch eigene Dummheit entsteht der Wunsch, einen Sündenbock zu finden. Nun die Frage, wieso ist dieser gerade auf Dörfern immer der böse Ausländer?
icon_smile


Ich weiß gar nicht was du willst.
Ich hab dir doch ne Antwort gegeben, dass Fremdenfeindlichkeit nichts mit eigenen Erfahrungen zu tun hat.
Was kapierst du da nicht?

außerdem wird nicht jeder, der frustriert und dumm ist zu einem ausländerhasser.


Und nochmals: deine Sündenbocktheorie hast du doch selbst widerlegt, indem du doch richtigerweise festgestellt hast, das in Dörfern keine/wenige Ausländer gibt. ergo es auch keine erfahrungen mit konkreten sündenböcken geben kann geschweige denn das phänomen fremdenfeindlichkeit mit sündenbocktheorie und vorurteilen noch lange nicht erklärt ist.




editiert von: serum, 01.09.2008, 19:29 Uhr
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serum serum PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 19:27
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05.11.08

.



editiert von: serum, 01.09.2008, 19:28 Uhr
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 21:38
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i-wie redet ihr aneinander vorbei... oder serum versteht, oder will die frage nich richtig verstehn...
hab jetzt aber keine lust, zu erklären, dass man nen sündenbock nich persönlich kennen muss, um ihn zu einem solchen zu machen...

zum anderen zur eig. frage viel mir noch ein, dass bauern aus i-einem grund sich (fast) immer nach einer person mit führungsqualitäten sehnt (sprich einem diktator).
keine ahnung warum, aba es is so.
die meisten bauern schreien gerade zu danach, sich einfach nur beherschen zu lassen. dass das nich mit punk vereinbar is, erklär ich jetzt auch nich icon_biggrin icon_biggrin


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serum serum PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 23:36
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05.11.08

die Sündenbocktheorie taugt deshalb nicht, weil nicht jeder Mensch, der frustriert ist Aggressionen entwicklt und auf seinen Sündenbock verschiebt.
Das ist ja wohl daher erklärt. Ist ja fast schon eine Rationalisierung.
Wenn die Sündenbocktheorie die Entstehung von Vorurteilen erklären könnte, so wäre die Schlußfolgerung doch, dass Menschen ohne Verschiebungstendenz keine Vorurteile haben. Und das ist ja wohl nicht der Fall.

Außerdem erklärt die Sündenbocktheorie nicht, warum bestimmte Gruppen zum "Sündenbock" werden und andere nicht.

Sie verharmlost sogar gesellschaftliche Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus weil sie dann scheinbar herbeierklärt werden und weil es dann zwischen dem Sündenbock "Türke", "Jude","Dickerchen", "Streber" und "Brillenschlange" keinen Unterschied mehr gibt. Die gesellschaftliche Relevanz geht da verloren.






editiert von: serum, 01.09.2008, 23:44 Uhr
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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 04.09.2008, 18:51
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serumdie Sündenbocktheorie taugt deshalb nicht, weil nicht jeder Mensch, der frustriert ist Aggressionen entwicklt und auf seinen Sündenbock verschiebt.
Das ist ja wohl daher erklärt.

Klar gibt es auch Menschen, bei denen auf Frustration nicht Aggression sondern nur noch mehr Frustration oder Isolation folgen, aber von denen bekommen wir ja nichts mit, eben weil sie keine Ausländer hassen. Ich hab das ja nicht verallgemeinert und hab gesagt "alle Leute mit Frustrationen werden böse und Nazis" oder sowas.

serum
Außerdem erklärt die Sündenbocktheorie nicht, warum bestimmte Gruppen zum "Sündenbock" werden und andere nicht.

Naja, es ist bekannt, dass der Hauptgrund für Menschen, ein Nazi zu werden, aus aufgestauter Frustration, Aggression, und dem Wunsch nach Aufmerksamkeit hervorgeht.
Der frustrierte Mensch muss das auf sich geladene irgendwie abwälzen, und hat im besten Falle (wie es auf dem Dorf ja oft der Fall ist), auch noch rechtsorientierte Freunde, und denkt sich "hey, Ausländer nehmen uns doch die Arbeitsplätze weg und nehmen unser schönes Deutschland ein. Lass ma verprügeln!".
Daher denke ich, dass Ausländer einen echt guten Sündenbock darstellen, eben weil's der Bekannteste und Verbreiteste ist. Das hört man jeden Tag auf's Neue, wenn sich wieder irgendwelche Leute über die Türken beschweren.
Natürlich kann man auch Hippies hassen oder Frauen oder Außerirdische, aber da findet man halt keine gute Begründung, warum die einem jetzt was angetan haben oder am eigenen Leid Schuld sind.

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serum serum PM senden PM senden verfasst: 04.09.2008, 23:38
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Die-JoWa
Klar gibt es auch Menschen, bei denen auf Frustration nicht Aggression sondern nur noch mehr Frustration oder Isolation folgen, aber von denen bekommen wir ja nichts mit, eben weil sie keine Ausländer hassen.


Du hast die Grupe derjenigen vergessen, die sich dagegen engagieren, dass die scheiß Verhältnisse, die zu Frustration etc führen auch verändert und abgeschafft werden sollen. Fehlt bei Nazis der "Gen" dafür oder wie soll man das jetzt verstehen?
Außerdem bist du noch den Beweis schuldig geblieben, warum überhaupt auf eine Frustration eine Reaktion folgen soll.

Die-JoWa
Ich hab das ja nicht verallgemeinert und hab gesagt "alle Leute mit Frustrationen werden böse und Nazis" oder sowas.


dann is ja gut icon_wink

Die-JoWa
Naja, es ist bekannt, dass der Hauptgrund für Menschen, ein Nazi zu werden, aus aufgestauter Frustration, Aggression, und dem Wunsch nach Aufmerksamkeit hervorgeht.


Gewagte These. Hast du Quellen, die das belegen?


Findest du nicht, dass das eine Entscheidung ist, die jede/r für sich frei trifft, ob er Nazi wird oder kein Nazi wird?

Und wiefern ist das interessant, ob nun der Nazi deswegen Nazi wird, weil er frustriert, verärgert und nur Aufmerksamkeit will?
Entschuldigt das nicht sein verhalten? Muss ich jetzt Mitleid mit ihm haben, wenn er wieder mal eine 5 in Deutsch schreibt und wieder mal eine Absage auf seine Bewerbung als Schlosser, Dübenwechsler oder sonst was bekommen hat?
Geht das so leicht, dass man Nazi wird, NUR weil man frustriert ist?

Und wieso unternimmt er nichts anderes gegen seine Frustration? Warum versucht er nicht seine Lage anders zu lösen?
Also Nazi sein macht doch nur mehr Probleme. icon_wink Wo bleibt das Glücksgefühl dabei? Da wird doch ein Nazi mehr frustriert...

Wieso gibt es dann nicht "mehr" Nazis? Es gibt ja schliesslich mehr Frustrierte als Nazis.
Und die Aufmerksamkeitsthese ist keine spezielle Erklärung. In gewisser Weise sucht jeder Mensch ohne Ausnahme Aufmerksamkeit und Bestätigung. Und da Nazis auch Menschen sind, haben sie auch menschliche Eigenschaften wie dem Wunsch nach Anerkennung, Geborgenheit, Bestätigung usw.
Und auch Nazis können sich ändern und lernen. Man muss nur die richtigen Impulse geben^^

Komischerweise holen sich Nicht-Nazis Aufmerksamkeit usw aber anders; anstatt Menschen zu HASSEN UND ZU TÖTEN, brigen sie keine Menschen um und hassen sie.
Ne Erklärung dafür?
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 05.09.2008, 10:05
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21.11.08

wie wird man nazi?
vielleicht sollte man in dem zusammenhang ma fragen, wie man punk geworden is.
also bei mir wars definitiv frustration... allerdings weder mit politik noch sonstwas weltbewegendes... nee ich war eher wegen meines eigenem leben frustriert...

un naja... es macht spaß... es gibt dem leben i-wie n sinn... man is nich so wie der rest der welt...

und diese gedanken könnten auch von nem nazi stammen. natürlich, wenn ich jetzt ins detail gehen würde, wäre das nich mehr der fall, aber im großen und ganzen sinds die gleichen gründe/Folgen.

serumAlso Nazi sein macht doch nur mehr Probleme

Macht punk nich auch nur noch mehr probleme? ganz im ernst... der mensch macht sich probleme, wenn er sich selber unterfordert fühlt, bzw. ihm langweilig is... kein beleg, eigene aussage, ihr dürft mich zitieren.

un warum wurde ich punk un nich nazi? weil ich n bisschen hirn hab, un wenigstens 70 Jahre zurückschaun kann?

un dass nach jahrhundertelangem inzest in gewissen bauerndörfern, nich mehr viel hirn da sein kann, is i-wie auch klar...

ah ja un:
Die-JoWaNaja, es ist bekannt, dass der Hauptgrund für Menschen, ein Nazi zu werden, aus aufgestauter Frustration, Aggression, und dem Wunsch nach Aufmerksamkeit hervorgeht.

meinste nich, dass das bei vielen punks auch zutrifft?



editiert von: scraper, 05.09.2008, 17:27 Uhr


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serum serum PM senden PM senden verfasst: 05.09.2008, 12:43
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scraperwie wird man nazi?
vielleicht sollte man in dem zusammenhang ma fragen, wie man punk geworden is.
also bei mir wars definitiv frustration... allerdings weder mit politik noch sonstwas weltbewegendes... nee ich war eher wegen meines eigenem leben frustriert...


Du bist mir aber einer. Beim Verallgemeinern biste aber Weltspitze icon_lol
Mal im Ernst, denkste echt jeder ist aus der gleichen Motivation heraus irgendwas geworden? Es gibt so viele Motivationen wie es auch Menschen gibt icon_wink

Und außerdem hinkt der Vergleich.
Ich glaube du müsstest dich noch über die wesentlichen Unterschiede zwischen Nazis-sein und Punk-sein informieren.

Zitatun warum wurde ich punk un nich nazi?


Das weisst du am besten selbst icon_wink
also warum diese fragerei? icon_rolleyes
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 05.09.2008, 17:26
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ers ma, hab ich von mir erzählt, un nich behauptet, dass jeder auf die gleiche art un weise i-was geworden is, wie ich.

warum ich ständig frage?
weil ich dumm bin, un mir die antworten nich selber denken kann.

hab ich i-wie was behauptet, was jetzt direkt auf nazi, bzw. punk -ideologie anspielt?
kannste da ma i-was sagen, nur damit ich weiß, auf was ich eig. antworten soll... danke

und nein, ich denke nich echt, dass alle menschen wie ich punk geworden sin...
allerdings gibt es garantiert nich so viele motivationen wie menschen... letztendlich wollen doch alle das selbe (n platz an der sonne? icon_lol ) naja wenn mans ganz verallgemeinert ... icon_biggrin





editiert von: scraper, 05.09.2008, 17:29 Uhr


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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 07.09.2008, 20:37
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Unglaublich, lieber serum, wie du immer an Kleinigkeiten rumschraubst.
Ich glaub du hastmich schon richtig verstanden, aber wenn's dir besser geht, wenn ich dir alles noch ein bisschen detaillierter offenlege, tu ich das doch gerne.

serum
Du hast die Grupe derjenigen vergessen, die sich dagegen engagieren, dass die scheiß Verhältnisse, die zu Frustration etc führen auch verändert und abgeschafft werden sollen. Fehlt bei Nazis der "Gen" dafür oder wie soll man das jetzt verstehen?
Außerdem bist du noch den Beweis schuldig geblieben, warum überhaupt auf eine Frustration eine Reaktion folgen soll.

Das war nur als ein Beispiel gedacht, wie sich das anders auswirken kann, ich wollte dir damit nur zeigen, dass ich's nicht verallgemeinert hab und mir bewusst bin, dass sich das nicht auf jeden gleich auswirkt.

serum
Findest du nicht, dass das eine Entscheidung ist, die jede/r für sich frei trifft, ob er Nazi wird oder kein Nazi wird?

Ich hab doch nie das Gegenteil behauptet?!

serum
Und wiefern ist das interessant, ob nun der Nazi deswegen Nazi wird, weil er frustriert, verärgert und nur Aufmerksamkeit will?
Entschuldigt das nicht sein verhalten? Muss ich jetzt Mitleid mit ihm haben, wenn er wieder mal eine 5 in Deutsch schreibt und wieder mal eine Absage auf seine Bewerbung als Schlosser, Dübenwechsler oder sonst was bekommen hat?
Geht das so leicht, dass man Nazi wird, NUR weil man frustriert ist?

NUR wegen Frustration ist gut. Frustration ist meiner Meinung nach ein ziemlich triftiger Grund. Frustration umfasst ja auch solche Begriffe wie Hilflosigkeit, Einsamkeit, Ratlosigkeit.
Verbunden mit einem rechtsbejahenden Umfeld wirkt das, denke ich, Wunder.
serum
Und wieso unternimmt er nichts anderes gegen seine Frustration? Warum versucht er nicht seine Lage anders zu lösen?
Also Nazi sein macht doch nur mehr Probleme. icon_wink Wo bleibt das Glücksgefühl dabei? Da wird doch ein Nazi mehr frustriert...

Wieso gibt es dann nicht "mehr" Nazis? Es gibt ja schliesslich mehr Frustrierte als Nazis.

Ich denke viele Leute haben einfach auch nicht genug Selbstbewusstsein und fühlen sich zu hilflos, als das sie ihre Situation einfach so ändern könnten. Wenn man in Dörfern aufwächst ist das noch schlimmer, weil da noch einige Faktoren hinzu kommen: wenig Einfluss, wenig Möglichkeit.

Wenn man ein paar Leute aufmischt fühlt man sich sehr viel wichtiger und wahrgenommener als vorher, und natürlich fühlen sie sich besser danach, das kann man doch in deren Gesichtern lesen.

Wieso es dann nicht mehr Nazis gibt liegt wohl daran, dass sich Frustration individuell bemerkbar macht. Menschen sind verschieden, es gibt eben die einen, die nach Aufmerksamkeit suchen und sie mit dem Aufmischen von Leuten bekommen (das Phänomen kann man nicht nur bei Nazis beobachten, auch bei ganz normalen Menschen die einen auf der Straße anpöbeln oder im Bus dumm anmachen, da gibt es ja zig Möglichkeiten sich auszutoben), andere verkriechen sich und fressen den Frust in sich herein bis an ihr Lebensende, wieder andere haben genug Kraft was gegen ihre Situation zu tun, das ist individuell.

serum
Und die Aufmerksamkeitsthese ist keine spezielle Erklärung. In gewisser Weise sucht jeder Mensch ohne Ausnahme Aufmerksamkeit und Bestätigung. Und da Nazis auch Menschen sind, haben sie auch menschliche Eigenschaften wie dem Wunsch nach Anerkennung, Geborgenheit, Bestätigung usw.
Und auch Nazis können sich ändern und lernen. Man muss nur die richtigen Impulse geben^^

Ja, da geb ich dir Recht. Kann mich auch nicht errinern was Anderes gesagt zu haben.
Wie gesagt, manche holen sich ihre Aufmerksamkeit eben so, und andere so. Individuell. Siehe oben.

serum
Komischerweise holen sich Nicht-Nazis Aufmerksamkeit usw aber anders; anstatt Menschen zu HASSEN UND ZU TÖTEN, brigen sie keine Menschen um und hassen sie.
Ne Erklärung dafür?

Siehe oben.
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serum serum PM senden PM senden verfasst: 08.09.2008, 01:32
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05.11.08

An Kleinigkeiten rumzuschrauben hat noch niemandem geschadet icon_wink und wenn ich dich so ein bissjen zum Nachdenken anrege: magst mich doch deshalb nicht verurteilen oder? icon_lol
Außerdem: Sehe es nicht so als Angriff an. Wir diskutieren und für gewöhnlich diskutiert man über Dinge, wo man sich nicht einig ist mit dem Ziel das die besseren Argumente auch sich durchsetzen sollen icon_wink

Nun.
Ich fasse mal kurz zusammen, wie ich dein Geschriebenes auffasse.

1.
Du betonst explizit, dass der Grund ein Nazi zu werden der ist, dass sie frustriert sind.

ZitatFrustration ist meiner Meinung nach ein ziemlich triftiger Grund


Dabei fasst du unter Frustration so Dinge wie Hilflosigkeit, Einsamkeit, Ratlosigkeit zusammen.

ZitatFrustration umfasst ja auch solche Begriffe wie Hilflosigkeit, Einsamkeit, Ratlosigkeit.


Und das ist für mich zu einfach gedacht. Dabei betreibst du Täter-Opfer-Umkehr und machst Nazis zu Opfern ihrer Hilfslosigkeit, Einsamkeit und Ratlosigkeit.

Dabei bleibst es nicht: Nazis werden bei dir nicht mehr als handelnde politische Subjekte begriffen, sondern sind durch ihre Biografie determiniert.
Das mag stimmen, erklärt aber nicht ihr Handeln.

Das ist auch total gefährlich. Ich will dir nichts unterstellen, aber so verharmlost du Nazis und machst sie zu Opfern, was Sie nicht sind!!!

2.
ZitatDie-JoWa
Naja, es ist bekannt, dass der Hauptgrund für Menschen, ein Nazi zu werden, aus aufgestauter Frustration, Aggression, und dem Wunsch nach Aufmerksamkeit hervorgeht.


Du hast meine Bitte um Quellen nachzuliefern noch nicht getan. Das ist mir aber wichtig. Begründest du noch deine zitierte These?


3.
ZitatWenn man ein paar Leute aufmischt fühlt man sich sehr viel wichtiger


ZitatWie gesagt, manche holen sich ihre Aufmerksamkeit eben so, und andere so


Korrigier mich wenn ich das falsch verstehe, aber meinst du tatsächlich das Nazis "aufmischen"und sich so ihre Aufmerksamkeit holen?

Aufmischen tun Leute, die besoffen auf einem Fest rumpöbeln und Unruhe stiften. Nazis betreiben das auch auf Festen aber sie tun auch noch mehr. Machen Hetzjagden, bedrohen Menschen, bringen Menschen um und schaffen ein Klima der Angst.
Das is ja wohl vollkommen was anderes.

Aus Nazis werden bei dir Frustrierte, die aus Langweile ( sie brauchen ja Aufmerksamkeit) auf "Kanakenjagd" gehen und ihren stummen Schrei nach Liebe äußern.
Ist dir das bewusst?





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