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Wieso gibt es keine Jugendrevolution mehr?

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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 22.08.2008, 13:50
Fingerwundschreiber
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21.11.08

war auch nich so gemeint...
ich mag lawigators beiträge...
die lockern die diskussionen immer so angenehm auf icon_lol icon_lol


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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 30.08.2008, 15:26
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20.11.08

Serum hat mich einfach nur absichtlich falsch verstanden.
Errinert mich an meinen Vater, der dreht mir auch jedes Wort im Hals rum.
Ich denke ihr wisst wie ich Thread gemeint habe.

Ich hab mir nur die Frage gestellt, wieso sich heute kein Sack im Alter 14 aufwärts mehr für die Gesellschaft und was darin passiert intressiert. Unsere Generation ist total anti-intellektuell und wenn das so weiter geht, haben wir, denke ich, ein Risiko, dass einige Rechte, die sich unsere Mamis, Papis, Omis & Opis vor unserer Zeit für uns erkämpft haben, wieder abgeschafft/vergessen werden.
Denken wir mal an '68. Klar, die revolution damals war nicht rein politisch (darauf will ich sowieso nicht unbedingt hinaus), sondern auch sexuell, pädagogisch usw usw.
Trotzdem hat diese Zeit was verändert, was wir heute gar nicht mehr zu schätzen wissen. Zum Beispiel darf man Kinder bekommen, ohne verheiratet zu sein. Schwule dürfen sich ehelichen. Es gibt 'ne Anti- Baby- Pille.
Daraus zieh ich den logischen Schluss, dass es uns heute einfach zu gut geht. Wir wissen nicht zu schätzen, was die Leute vor uns und ermöglicht haben. Und wir tun es ihnen kein bisschen nach, obwohl man daraus hätte lernen müssen, dass es sich lohnt wenn man sich für die Welt intressiert und wenn man etwas ändern möchte. Genug Scheiße passiert auch heute noch, nur eben nicht mehr uns direkt. Und weil wir hier leben wie die Maden im Speck, ist uns die Außenwelt egal.
Und das ist es, was ich nicht so richtig verstehe: Wieso sind selbst die Leute, die ihr Abitur haben und Studieren heute oft solche Weltfremde Schwachmaten, die keine Ahunung von der Situation auf der Welt haben und sich nur für ihr eigenes Wohl intressieren? Wieso sind wir so selbstgefällig geworden?
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 31.08.2008, 16:27
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21.11.08

meinst du, wir sind das geworden? warn wir nich schon immer so? seit es systeme gibt?
meinste nich, dass die '68 einfach nur deshalb entstanden, weil sich mehrere retoriktalente zufällig zur gleichen zeit das gleiche ziel gesetzt haben?

ich halt ja eig. nich viel von apokalyptischen verhersagungen, aber immer wenn s den menschen in nem system zu gut geht, dauerts noch n paar jahre und es geht unter. mit system mein ich nich gerade den kapitalismus, was ein rießen wunder wäre, wenn dieser untergehen würde, und was ich für absolut unmöglich halte...
und ich hab auch keine lust, darüber nachzudenken, was passiert, wenn dass, was sich demokratie nennt nich mehr da is.



editiert von: scraper, 31.08.2008, 16:28 Uhr


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serum serum PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 19:35
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05.11.08

Trolliwer1933 Geglückte Revolution???
Was is'n das für ne Geschichtsklitterei???
Wenn du auf die Nationalsozialisten anspielst...Das war keine Revolution, das war noch nicht ma eine Machtergreifung...Das war eine MachtÜBERGABE!!!


wie wärs mit gegenargumenten?

1933 und folgedessen Auschwitz war die ausgebliebene deutsche Revolution.
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 21:50
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21.11.08

wtf?
wahrscheinlich bin ich schlichtweg zu dumm, aber ihc blick deinen beitrag nich...
so im großen und ganzen meinste aber, dass es keine machtübergabe war, oder?

naja, wie gesagt, sowas lernt man sogar in der schule: "Machtübernahme"... natürlich heißt das was anderes, aber wenn man hier über die richtigen begriffe diskutiert, dann obs ne machtübergabe oder -übernahme war, un nich, obs ne revolution oder machtübernahme war.
weil dass is klar... das war nie im leben ne revolution


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serum serum PM senden PM senden verfasst: 01.09.2008, 23:17
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05.11.08

nö, also dumm bist du deswegen noch lange nicht. icon_wink

natürlich war es keine machtergreifung, die wurden schliesslich in wahlen vom deutschen volk gewählt.

Und dabei blieben sie ja nunmal nicht sondern haben Gesellschaft und Staat nach ihren Vorstellungen verändert und gestaltet.

Und das nennt man für gewöhnlich Revolution. Man darf nicht den Fehler begehen und Revolution mit Umsturz oder so übersetzen.
Und nur weil der Begriff der Revolution in der politischen Semantik positiv besetzt ist und weil man den Begriff "für sich" beansprucht schon gar nicht.
Auch nicht, obwohl die Nationalsozialisten von der "nationalen Revolution" sprachen.

Ich hab jetzt nicht die Laune den Begriff der Revolution noch ausführlich zu schildern, aber wenn du das magst, kann ich das ja nachreichen.

Hab hier einen guten Text dazu gefunden von einem ziemlich interessanten Historiker.


Hans-Ulrich Wehler über die nationalsozialistische Machtergreifung

Auf die Durchsetzung der charismatischen Herrschaft Hitlers in Staat und Gesellschaft trifft ... kein anderer Begriff besser zu, als derjenige der Revolution. Kompetente Kenner des Nationalsozialismus ... haben daher auch nie gezögert, diesen Begriff zu verwenden. Daß das Regime selber sich unverzüglich seiner „nationalen Revolution“ als einer überparteilichen Erhebung propagandistisch rühmte oder sich der paradoxen Zauberformel von der „legalen Revolution“ bediente, ist selbstverständlich kein überzeugender Grund, auf den derart okkupierten Revolutionsbegriff zu verzichten.
Die dennoch häufig anzutreffende Scheu davor, zur Kennzeichnung der Vorgänge im „Dritten Reich“ auf die Revolutionsterminologie zurückzugreifen, liegt im wesentlichen darin begründet, daß der Begriff der Revolution seit der Epoche der Amerikanischen und der Französischen Revolution, auch seit der politischen und industriellen „Doppelrevolution“, in einer weithin akzeptierten politischen Semantik durchweg positiv besetzt ist. In geschichtsphilosophischer oder sogar -theologischer Überhöhung gelten die neuzeitlichen Revolutionen als welthistorische Schubkräfte, die das soziopolitische Entwicklungsniveau auf eine höhere Stufe angehoben hätten. So gesehen fungieren sie als symbolträchtige Großereignisse eines folgenreichen Aufstiegs. Trotz mancher Relativierung, trotz des geschärften Sinns auch für die zahlreichen Opfer eines solchen Gewaltaktes trifft das Urteil im Prinzip auf die drei klassischen Revolutionen in England, Amerika und Frankreich, überdies auch auf die Industrielle Revolution, grosso modo1) noch immer zu.
Doch im 20. Jahrhundert wurde mit der bolschewistischen Revolution seit 1917, erneut dann mit der nationalsozialistischen Revolution seit 1933 ... ein neuer Typus von politisch-gesellschaftlicher Umwälzung auf die historische Agenda gesetzt: die totalitäre Revolution, die in ihrer linken oder rechten Variante statt eines evolutionären Aufstiegs und Zukunfts-gewinns einen beispiellos opferreichen Regress im historischen Prozess markiert. Ihre barbarische Verlaufsgeschichte hat alle positiven Konnotationen von der bisher gültigen Revolutionsmetapher abgesprengt. Das rechtfertigt es, wegen des Folgenreichtums dieser tiefen Zäsur von einer Revolution neuen Typs, eben der totalitären Revolution zu sprechen. Sie wird den analytischen Verlaufskriterien einer totalitären Umwälzung, wie noch gezeigt
wird, durchaus gerecht, führt aber nach dem mörderischen Experiment totalitärer Herrschaft unter ungeheuren Opfern in den Untergang oder doch in eine Sackgasse des Evolutionsprozesses.
Es ist ... noch zu erläutern, welche Etappen die nationalsozialistische Revolution durchlaufen hat, bis sie die Weichen für einen solchen Umbruch gestellt hatte. An seinem Ende sollte das rassenideologische Ziel verwirklicht sein, nach der Vernichtung aller „Todfeinde“ dem „neuen Adam“, dem arischen Herrenmenschen im gesunden „Volkskörper“, die Herrschaft über seinen kontinentalen „Lebensraum“, ja die Weltherrschaft zu übertragen. Schon diese, immerhin weit vorangetriebene biopolitische Umfundierung des historischen Prozesses verdient, selbst wenn man von allen anderen strukturverändernden Eingriffen absehen könnte, das Epitheton2) der totalitären Revolution. Denn bei ihr handelt es sich zwar um das exakte Gegenteil einer progressiven Aufwärtsbewegung, trotzdem aber um einen zweifelsfrei revolutionären Bruch mit der bisher bekannten Geschichte. In dem maßlosen, auf „totale“ Erfassung zielenden Anspruch des NS-Regimes, seinen neuen Menschen heranzuzüchten und ihn mit der fanatischen „Weltanschauung“ der arischen Herrenrasse an der Spitze einer über Abermillionen Heloten gebietenden modernen Sklavenhaltergesellschaft auszustatten, lag der eigentlich totalitäre Kern seiner Programmatik und Praxis. Er rechtfertigt es, die totalitäre Revolution, die totalitären Nah- und Fernziele, das totalitäre Herrschaftssystem und seine totalitäre Vernichtungspolitik ohne Umschweife beim Namen zu nennen.

Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Band 4. Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914 – 1949, München 2003, S. 601 f.
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Trolliwer Trolliwer PM senden PM senden verfasst: 08.09.2008, 18:41
Dauergast
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21.11.08

ja wie immer bringst du eine diskussion zum stillstand indem du dich an irgendeinem scheiß festhängst! und wie immer zitierst du irgendwelche internetquellen...aber nur weil irgendjemand auch deiner meinung ist (und ja auch ich hatte wehler damals in der schule) wird diese meinung nicht richtiger
1933 fand eine kontrollierte machtübergabe durch die mittel-rechten parteipolitiker (am bekanntesten Franz von Papen und Kurt von Schleicher) statt. Um verschiedene (vor allem außen)politische ziele zu verfolgen. diese kontrolle ging dann verloren durch den Machtwillen Hitlers und die wahlerfolg aufgrund der mittelklasse und der Fabrikbesitzer ( NICHT wie oft behaubtet durch die Arbeiterklasse), die Angst vor den Sozialisten/ der KPD hatten und Geldgebender der NSDAP spielten auch noch eine Rolle...blablabla ich weiß jetzt kommen wieder lachende Smileys und du behauptest ( immer und überall in diesem Forum von allem das Gegenteil) und deshalb schon mal im Vorraus von mir ein herzliches: " Fick deine Fresse!!!" von mir icon_smile


SignaturEs gibt zwei Arten von Menschen, die über das Gesetz lachen.
Die, die es brechen und die anderen, die es schaffen.
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serum serum PM senden PM senden verfasst: 08.09.2008, 20:09
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05.11.08

Trolli, du tust mir echt Leid. Du deutsches Opfer!

Du solltest vielleicht öfters deinen Geschichtsunterricht schwänzen um nicht auf dem Stand des Straßendeutschen zu bleiben.
deinen scheiß von wegen Machtwille Hitler, Angst vor den Sozialisten, Geldgeber, Fabrikbesitzer, die Hitler untersützt haben.
Dein Volk wird dich beklatschen, weil du zu seinem Vorreiter wirst.

erzähl mir keinen Schwachsinn von Machtübergabe. Wer wem die Macht übergeben hat steht ja wohl fest.

Volksdeutsche, die der NSDAP ihr Kreuz gegeben haben.

und im übrigen: hat dir einer schon gesagt, wie scheiße und pervers diskreditierend dein avatar ist? hammer und sichel im zusammenhang mit Herrn Kalaschnikows AK-47 zeugt nur von dummheit.
muhaha. bist ja voll gefährlich... icon_lol icon_lol icon_lol



editiert von: serum, 08.09.2008, 20:10 Uhr
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Trolliwer Trolliwer PM senden PM senden verfasst: 08.09.2008, 20:31
Dauergast
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21.11.08

nein, es zeugt von provokation, ein thema, mit dem du dich doch eigentlich sehr gut auskennen müsstest


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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 08.09.2008, 22:25
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21.11.08

wie wärs, wenn wir jetzt über die revolution im astronomischen sinne diskutieren?
sicher auch sehr seeehr interessant, und kam höchstwarscheinlich nich in der schule vor...
hat nichts mit nazis zu tun, und verharmlost eig. auch nich die bedeutung der monde im zusammenhang mit ihren planeten bzw. der Planeten, im zusammenhang mit ihren sonnen.
Außerdem können wir wunderbar trotztdem unsere tollen geschichtskenntnisse anwenden, weil der begriff i-wie schon bisschen veraltet is.
Mein vorschlag...


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franxpunx franxpunx PM senden PM senden verfasst: 27.09.2008, 20:11
Junger Padawan
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10.10.08

Um nochmal zur Ausgangsfrage zurückzukommen. Ich denke, dass solche Entwicklungen wie das Internet und das reichhaltige Medienangebot viele Kräfte binden. Ist ja auch viel einfacher, sich im Netz auszutoben (mach ich ja auch gerade), als demonstrieren zu gehen und sich von Robotern verprügeln zu lassen.

Als zweites zu nennen ist sicherlich die soziale Situation, Karriere ist nicht mehr nur dazu da, um Luxus zu finanzieren und sich selbst zu verwirklichen. In Zeiten von Hartz 4 ist sogar Duckmäusertum für viele überlebenswichtig. Einer der Gründe, warum selbst an den meisten Unis nicht mehr viel los ist.

Als drittes haben wir in D nicht nur eine linke Mehrheit, sondern auch einen neokonservativen/liberalen Grundkonsens. Guckt doch mal an irgendeinem Samstagabend um 20.15 TV (macht das lieber nicht, Übelkeit könnte die Folge sein).




editiert von: franxpunx, 27.09.2008, 20:16 Uhr
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Trolliwer Trolliwer PM senden PM senden verfasst: 30.09.2008, 00:00
Dauergast
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21.11.08

Ich glaube der erste Punkt den du da angesprochen hast ist ganz wichtig. Die Jugend wird heute durch großflächigen Konsum ruhiggestellt. Als erste würd ich da die Medien nennen, alleinschon durch die werbung wird doch der großteil der freien Kräfte in den Kapitalismus gedrängt, durch die Werte die dort vermittelt werden. Auch der auf lokaler, vor allem aber auf Nationaler Ebene organisierte Sport ist da ganz wichtig, vor allem was die vermittlung von stumpfen Patriotismus angeht.

Letztendlich kann man sich hier allerdings die Frage nach Ursache oder Ergebnis dieser Grundstimmung stellen...
Ichwürde normalerweise noch viel mehr dazu schreiben, aber es ist spät, ich bin müde und muss morgen früh zur Arbeit
(letzteres vielleicht auch eine Ursache für die fehlende Politisierung und Sensibilisierung der Bevölkerung?)
Gute Nacht!


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