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Wieso gibt es keine Jugendrevolution mehr? |
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2-Finger-Tipper
Beiträge: 66
Status: offlineletzter Besuch: 20.11.08 |
Mag sich jetzt vielleicht komisch anhören - aber viele Bürger ärgern sich, entfremden sich von den Volksvertretern und sind mit den Entscheidungen und Konzepten total unzufrieden! Ich frage mich manchmal: Gibt es vielleicht irgendwann mal eine Revolution? Ist es nicht an der Zeit für einen harten Schnitt, damit ein Neuanfang gemacht werden kann? Natürlich kann man immer sagen "Wir können doch völlig zufrieden sein, mit dem was wir haben", aber genau das ist der Punkt, der eine Revolution erst auslöst- das Nicht-Zufriedengeben mit den gegebenen Umständen und dem Abnehmen jeder Entscheidung durch die Regierung. Und das war auch 1968 so. Woran liegt es, dass es nur eine mikroskopisch kleine Anzahl an Jugendlichen gibt, die sich überhaupt für unsere Situation intressieren? Wieso entfremden wir uns so von der Meinungsbildung über Politik und die Weltsituation und verschließen zu großen Teilen alle unsere Augen, setzen uns gemütlich hin und hoffen, dass die Politiker das schon hinkriegen? Und vor allem, warum war das Früher anders? Ich würd eure Meinung dazu gern mal hören. |
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2-Finger-Tipper
Beiträge: 91
Status: offlineletzter Besuch: 05.11.08 |
Nun, wie möchtest du denn die Frage beantwortet haben? Pragmatisch? Theoretisch? historisch? Naja, erst einmal meine Einwände. Ärger, Aversion, Mißmut und Unzufriedenheit ist den Deutschen nicht fremd. Ich erinnere dich an die Revolution von 1933. Gar nicht mal so lange her und ich muss ja wohl nicht über den Ausgang der geglückten Revolution erinnern. da muss du dich schon auf die seite der Kriegsführer stellen. Wie wäre es mit einem Atomkrieg? Wen du überlebst und die Zivilisation samt seiner Kultur überwunden ist, kannst du dich ja an diesem Neuanfang beteiligen. Ansonsten ist mir das abstrus, wie du dir diesen Neuanfang vorstellst. ja den wird es geben, er lässt sich nicht fassen und bricht meist unerwartet ein. Im Übrigen, bist du geil auf ne Revolution? erregt dich das? Wie stellst du dir das vor? blutig, barbarisch, okkupierend? oder eher friedlich, sanft, gewaltlos? Ich glaub du müsstest dich über 68 neu informieren. wo war das ne revolution? meinste vielleich die sexuelle? das is ja mal geil. Ich drehe den Spieß um: denkste es wird anders, wenn alle so revolutions- und politikgeil sind wie du? denkste es wird anders, wenn alle so klug sind wie du? denkste es wird anders, wenn der schutzmechanismus, nämlich erschreckendes zu verdrängen ausgeblendet wird, in voller Ohnmacht Verzweiflungstaten auszuführen? --------- so jetzt komm ich auf die eingangs formulierte Frage, wie du dein Post beantwortet haben willst. Pragmatisch und historisch: Nun ja, Historie ist immer interessant, zumal man genau studieren kann, was die Auslöser und Umstände für die Revolutionen in der Geschichte waren. Amerikanische, Französische Revolutionen hatten ihre eignen Umstände und Vorgeschichten und haben als bürgerliche Revolutionen viel gutes hervorgebracht. Die Aufgabe wäre jetzt zu fragen, was der Dialektik, in der Tatsache der unerfüllten bürgerlichen Glücksversprechen, für eine Bedeutung zugemessen werden sollte. Immerhin hat es ja auch andere Revolutionen gegegebn und sie alle sind aus einem bestimmten Kontext enstanden. Ehhmm, Ich erinner mich nicht, dass eins der großen Revolutionen eine Jugendrevolution gewesen sein soll. Was meinste? Theoretisch: Ich denke es gibt sehr interessante Revolutionstheorien zu diesem Thema; schau dir von Ingo Elbe den Text über Revolutionstheorien an. http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/IMG/pdf/Umwalzungsmomente_der_alten_Gesellschaft.pdf Da werden u.a. die marxsche Revolutionstheorie kritisch untersuch. Sehr interessant, welche verschiedenen Auffassungen es da gibt. Deine Klage darüber, wieso die Menschen zufrieden sind und blablabla kannst du damit beiseite legen, wenn du dir Schriften dazu anschaust, z.b. von Marcuse u.a., wie es sich sozialpsychologisch erklären lässt, dass Menschen nicht opponieren, obwohl ihre Lage schlecht und mies ist. Da spielen verschiedene Faktoren mit, "Triebstruktur und Gesellschaft" ist eine gute Lektüre, die halbwegs in die Richtung von Erklärung geht. Bestimmt helfen auch die Studien zum autoritären Charakter weiter, weil es eben auch damit zusammenhängt, dass im Sozialisationsprozess die Erziehung zum Gehorsam und zum Autoritarismus, früher stärker, eine Rolle spielt. |
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Junger Padawan
Beiträge: 3
Status: offlineletzter Besuch: 22.07.08 |
Mindestens eine Revolution ist doch schon im Gange: Die Medienrevolution. Der Fernseher wird immer mehr durchs Internet ersetzt. Dadurch ist zu erwarten, dass es eine geringere Verdummungsquote gibt, aufgrund der Umstellung von reinem Konsum auf Interaktion. Wenn man sich die Geschichte ansieht, stellt man fest, dass die Einführung neuer (Massen-)Medien direkte Einflüsse auf die Gesellschaft hatte. In der Praxis hat aus progressiver Sicht das Internet dazu beigetragen, die Bedeutung der Parteien auf kommunaler Ebene zu reduzieren, da übers Internet ohne viel finanziellen Aufwand Informationen publizierbar sind, die in Ergänzung mit klassischen Aktionen wie Flyerverteilen auch zu schneller öffentlicher Aufmerksamkeit führen. Aus reaktionärer bzw. konservativer Sicht: YouTube gehört beispielsweise AFAIK zu Murdochs Medienimperium. Fazit: Wenn man regionale Seiten populärer macht, als den ganzen kommerziellen scheiß, hat man vielleicht noch die Chance, dass das Internet nicht nur das Fernsehn 1:1 portier, sondern wirklich sinnvolle Alternativen angeboten werden, die relevant für eine Veränderung der Gesellschaft in unserem Sinne sind. |
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2-Finger-Tipper
Beiträge: 91
Status: offlineletzter Besuch: 05.11.08 |
also mir geht es um politische Revolutionen. Ansonsten hast du recht. gewagte Behauptung, zumal unter Dumm, Verdummung viel verstanden werden kann. Ich würde das jetzt weniger daran dingfest machen, ob nun der Rezipient mehr konsumiert oder mehr interagiert. Letztenendes spricht gegen den Konsum von Medien gar nichts, liegt wohl an dem negativ konnotierten Begriff des Konsums; der Mensch ist eben auf Konsum angewiesen, ob nun Nahrung, Sex, Zeitung oder Fernsehen. Es gilt: Es kommt auf das WIE des Konsums an. Bei Medien im Allgemeinen und im Fernsehen im Besonderen muss man sich klar machen, ob sie besser sein kann als die Gesellschaft, in der es entsteht. Zwischen Sender A und Sender B gibt es große Unterschiede, klar, und so unmündig ist der Rezipient nun auch nicht. Er hat die Wahl und kann auch auf den Fernseher verzichten. spielt es eine Rolle in wessen Besitz ein Medium ist? Überzeug mich vom gegenteil, aber bei Youtube kann wohl jede/r mit technischem Knowhow Videos einstellen. ich habe da große Bedenken, weil ich nicht weiß, was du mit einer Veränderung in "unserem" Sinne meinst. editiert von: serum, 22.07.2008, 11:50 Uhr |
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2-Finger-Tipper
Beiträge: 83
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
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2-Finger-Tipper
Beiträge: 83
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
Was sind denn (rein) politische Revolutionen? Und hat die Medienrevolution nicht enorme politische auswirkungen? |
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2-Finger-Tipper
Beiträge: 66
Status: offlineletzter Besuch: 20.11.08 |
Meiner Meinung nach sind rein politische Revolutionen hier heute sowieso nicht mehr machbar, jedenfalls keine, die vom Volk ausgehen. Viel zu unattraktiv. Da zieht man ja keinen persönlichen Profit. |
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Dauergast
Beiträge: 863
Status: offlineletzter Besuch: 16.11.08 |
Fortschritt heisst die Lösung ! :D![]() |
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Fingerwundschreiber
Beiträge: 168
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
MTV is cool |
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Dauergast
Beiträge: 665
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
Ärger, Aversion, Mißmut und Unzufriedenheit ist den Deutschen nicht fremd. Ich erinnere dich an die Revolution von 1933. Gar nicht mal so lange her und ich muss ja wohl nicht über den Ausgang der geglückten Revolution erinnern. |
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Dauergast
Beiträge: 665
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
1933 Geglückte Revolution??? Was is'n das für ne Geschichtsklitterei??? Wenn du auf die Nationalsozialisten anspielst...Das war keine Revolution, das war noch nicht ma eine Machtergreifung...Das war eine MachtÜBERGABE!!! Die, die es brechen und die anderen, die es schaffen. |
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Fingerwundschreiber
Beiträge: 168
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
lernt man sogar in der schule... machtergreifung is übrigens n nationalsozialistisches Propagandawort... Was ein wissen heute in mir steckt... kaum zu glauben |
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Dauergast
Beiträge: 856
Status: offlineletzter Besuch: 06.10.08 |
Serum du bistn ganz schöner Wichtigtuer,kann das sein? Wolltest du Jo-Wa mit deinem ellenlangen Text imponieren? |
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Fingerwundschreiber
Beiträge: 168
Status: offlineletzter Besuch: 21.11.08 |
lawigator, kleiner...komm ma wieda runter von der leiter, sonst fällst du noch hin... oda mach einfach was du willst editiert von: scraper, 18.08.2008, 00:12 Uhr |
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Fingerwundschreiber
Beiträge: 205
Status: offlineletzter Besuch: 20.08.08 |
@ scraper: neee, lass ma... serum is nich nur n wichtigtuer, der is einfach nur ein affe du kennst ihn wohl weder persönlich, noch seine absurden blogs |
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