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oh mann

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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 15.04.2008, 16:12
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21.11.08

ich könnt jetzt meinen senf als angehender Mathematiker von wegen Banach-Tarski-Paradox bringen im Bezug auf Faschismus gegenüber Faschisten...

vielleicht sollte man sich auch noch ma die Orginalversion von diesem beitrag anschauen...
TrolliwerInteressant übrigens, dass diese Bratzen so verdammt normal aussehen, mensch sollte Nazis irgendwie kenntlich machen, damit man sie in der Öffentlichkeit leichter erkennen kann

meiner meinung nach, war das nur n unbedachter einwurf... und irgendwie erinnert das schon an manche journalisten/politiker, wie ihr so was total übertreibt. Der wollte doch damals garantiert keine Diskussion anfangen, wie man es am besten durchsetzt, dass Nazis ab sofort n Hakenkreuz auf der Stirn haben sollen.





editiert von: scraper, 15.04.2008, 16:14 Uhr


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Hyäne Hyäne PM senden PM senden verfasst: 15.04.2008, 16:45
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19.11.08

@scraper: ja ich glau da hast du Recht
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hladno-pivo hladno-pivo PM senden PM senden verfasst: 15.04.2008, 22:36
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09.05.08

aber bitte verschon uns trotzdem mit mathe....

außerdem bin ich der meinung, dass das banach-tarski-paradoxon nichts mit faschismus gegenüber faschisten bzw. gleiches mit gleichem vergelten oder sonstwas zu tun hat...

man kann vielleicht n bissel den begriff singularität in der astrophyik verständlicher machen aber ansonsten zeigts eigentlich nur wie alltagsfern höhere mathematik bzw physik oft ist...

nur weil etwas rein rechnerisch funktioniert bedeutet es noch lange nicht, dass es tatsächlich funktioniert
oder um es anders zu formulieren
"theorie heißt zu wissen,warum die dinge funktionieren, obwohl sie nicht funktionieren.
(im fachbereich physik an dieser uni gehen theorie und praxis hand in hand, weil nichts funktioniert und niemand weiß warum)"
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 16.04.2008, 13:59
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21.11.08

die frage is, ob es faschismus gegenüber faschismus geben kann. Und die antwort ist theoretisch JA.
Allerdings ist die frage, ob es faschistisch ist, eine Bevölkerungsgruppe die für faschismus ist, aufgrund deren meinung auszugrenzen.
Es is einfach undefinierbar, ob es sowas gibt, oder eben nicht.

Und genau diese undefinierbarkeit kommt beim banach-tarski-paradoxon vor.
übrigens war auch das ein unbedachter einwurf, den man jetzt nich mehr weiter zu diskutieren braucht.




editiert von: scraper, 16.04.2008, 14:02 Uhr


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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 16.04.2008, 21:47
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20.11.08

Also ich finde, wenn wir Nazis gegenüber faschistisch sind, sind wir selbst Faschisten und damit nicht besser als die Nazis selbst.
Man muss denen mit anderen Mitteln gegenübertreten.
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serum serum PM senden PM senden verfasst: 16.04.2008, 22:21
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05.11.08

Die-JoWaAlso ich finde, wenn wir Nazis gegenüber faschistisch sind, sind wir selbst Faschisten und damit nicht besser als die Nazis selbst.
Man muss denen mit anderen Mitteln gegenübertreten.


Auch wenn ich Karl Popper nicht unbedingt zu meinen Lieblingsphilosophen zähle, gibt es einen klugen Satz von ihm:

ZitatIm Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten die Intoleranz nicht zu ignorieren.



Ich glaube, es fehlt der Beweis, das die Bekämpfung von Nazis in irgendeiner Art faschistisch sei. Ich lasse mich aber gerne des Besseren belehren.

Wenn überhaupt halte ich eine Auseinandersetzung auf der Gewaltebene notwendig, die die Anwendung und Verherrlichung von Gewalt zum Thema haben sollte.

Inwiefern nämlich radikaler Antifaschismus zum Vollzugsorgan gegen Nazis wird ist eine Frage für sich.

Und wie es mit dem Gewaltmonopol ausschaut,

( nach Hobbes erfüllt diese ja die Funktion, das eben die Leute sich die Köpfe nicht einschlagen sollen, das keine Selbstjustiz den Rechtstaat ersetzt, sondern das objektives Recht herrscht, das eben alle vor dem Gesetz gleich sind)

was ja in Widerspruch mit radikalem Antifaschismus gerät, wenn Nazis mit allen Mitteln auf allen Ebenen bekämpft werden sollen.
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torsten torsten PM senden PM senden verfasst: 17.04.2008, 11:52
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24.04.08

Oi! serum icon_smile

du zitierst popper mit dem satz: "Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten die Intoleranz nicht zu ignorieren."
recht hat er, aber der appell war jetzt nicht so dringend nötig, icon_wink denn von ignorieren kann nicht die rede sein angesichts hunderter von organisationen, stiftungen, initiativen und kampagnen, die sich dem rechtsradikalismus entgegenstellen. auch die rechtslage in der brd ist nicht gekennzeichnet von ignorieren, genausowenig wie die mittelvergabe seitens der bundesregierung und länderregierungen.

ich stell deinem zitat einmal einen grundsatz entgegen. vll hilft das ja bei gewissen leuten, dass mal der groschen fällt.

"Wichtig sei allerdings eine strikte Trennung zwischen Ideologie und Person. Die Ideologie müsse strikt abgelehnt, die Person mit ihren Wünschen und Bedürfnissen aber demütigungsfrei anerkannt werden."

(Hajo Funke, Freie Universität Berlin, Vortrag 2004; siehe http://www.mut-...rtikelid=914)


ZitatIch glaube, es fehlt der Beweis, das die Bekämpfung von Nazis in irgendeiner Art faschistisch sei. Ich lasse mich aber gerne des Besseren belehren.

nun, belehren werd ich dich nicht, denn du bist nicht belehrungsbedürftig. icon_smile aber ich fang einen gedanken an, und du formulierst ihn für dich zu ende. 'wenn jermand mittel fordert, befürwortet oder einsetzt, wie sie in einer der beiden deutschen diktaturen gegen menschen eingesetzt wurden, dann ist er ... '


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EgonOhlsen EgonOhlsen PM senden PM senden  |  Webseite WWW verfasst: 17.04.2008, 13:05
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21.11.08

Haben Neonazis eine andere Ideologie als Antifas? Sind die einen in Nazideutschland und die anderen auf'm Mars aufgewachsen?
Und wenn Antifas bei Leuten den Faschismus bekämpfen, dann nur aus Projektion.
Kann man zwischen der Person und der Ideologie unterscheiden?


SignaturFreiheit für Egon Olsen!!!!
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serum serum PM senden PM senden verfasst: 17.04.2008, 13:59
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05.11.08

Hallo torsten!

torsten
denn von ignorieren kann nicht die rede sein angesichts hunderter von organisationen, stiftungen, initiativen und kampagnen, die sich dem rechtsradikalismus entgegenstellen. auch die rechtslage in der brd ist nicht gekennzeichnet von ignorieren, genausowenig wie die mittelvergabe seitens der bundesregierung und länderregierungen.


Ich hab mich beim Zitat von Popper vergriffen. Natürlich kann von Ignoranz nicht gesprochen werden. Ein Blick in die Vielfalt der Organisationen,etc. genügt.

ich meinte ein anderes Zitat von ihm:
ZitatIm Namen der Toleranz sollten wir daher das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.


Das ist glaube ich der springende Punkt. Ich will das Vorgehen radikaler Antifaschisten moralisch nicht aufwerten, ich will es aber auch nicht auf die gleiche Stufe mit dem Vorgehen von Nazis stellen. Wenn überhaupt ist ein Gleichnis nur auf einer Gewaltebene gestattet, aber auf der Inhaltsebene ist dies auf keinen Fall möglich. Wenn Gewalt im Spiel ist, dann darf man über die Motivation dieser nicht schweigen. Und da bezweifele ich einfach, das die treibende Kraft von Faschismus und Antifaschismus ähnliche Motive habe. Da nämlich kommt das Zitat von Popper ins Spiel und die Diskussion darf beginnen. icon_biggrin
Kann man im Namen der Toleranz Intoleranz tolerieren? icon_wink
Vielleicht wirst du jetzt sagen, kann man schon, muss man aber nicht. icon_biggrin Aber das wäre ein Sprachspiel und deshalb schliesse ich das mal aus. icon_lol
Oder vielleicht wirst du einwenden, dass die Variablen Toleranz= Antifaschismus
Intoleranz= Faschismus
nicht akzeptabel seien.
Aber darüber kann man diskutieren. icon_wink


torsten
"Wichtig sei allerdings eine strikte Trennung zwischen Ideologie und Person. Die Ideologie müsse strikt abgelehnt, die Person mit ihren Wünschen und Bedürfnissen aber demütigungsfrei anerkannt werden."

(Hajo Funke, Freie Universität Berlin, Vortrag 2004; siehe http://www.mut-...rtikelid=914)


Da wären wir schon beim Punkt die Bekämpfung des Rechtsextremismus, speziell unter Jugendlichen.

Ich habe den Artikel gelesen und das spiegelt in seinen wesentlichen Punkten auch meine Meinung wider.
Die pädagogische Arbeit nicht als Kuschelpädagogik icon_biggrin , sondern eben als eine politische Pädagogik verstanden, die das Verhalten des rechtsextremen Jugendlichen ablehnt, aber der Person gegenüber mit Wertschätzung begegnet. Ist doch nichts anderes als was Hajo Funke sagt: Strikte Trennung von Ideologie und Person.

torsten

aber ich fang einen gedanken an, und du formulierst ihn für
dich zu ende. 'wenn jermand mittel fordert, befürwortet oder einsetzt, wie sie in einer der beiden deutschen diktaturen gegen menschen eingesetzt wurden, dann ist er ... '


gewaltverherrlichend und gewaltbereit. icon_wink

Oder müssen wir über das Wesen des Faschismus diskutieren? icon_smile
Ich glaube ja icon_wink
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Hyäne Hyäne PM senden PM senden verfasst: 17.04.2008, 15:37
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Ok dann mal viel Glück mit eurer Pädagogik,wenn weiter Menschen ermordet werden,Häuser brennen usw.Ist es nicht wohl eher faschistoid,wenn mensch Nazis toleriert?Und sich ihnen nicht aktiv entgegenzustellen heisst eben genau das.
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Hyäne Hyäne PM senden PM senden verfasst: 17.04.2008, 15:38
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19.11.08

Übrigens ist jeder Nazi ein ARSCHLOCH soviel zu Person und Ideologie.
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scraper scraper PM senden PM senden verfasst: 17.04.2008, 20:52
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21.11.08

Ich hätte Mathematik nich mit ins spiel bringen sollen, aber scheiß drauf...
Man kann nazis nicht tolerieren, weil man dann toleriert, dass eines tages die welt von intoleranz beherscht wird.

Hätte die welt 1939 nicht aufgehört zu tolerieren, würden wir sie heute wahrscheinlich in grau rot und weiß mit schwarzen hakenkreuzen sehen.
Um des Friedens willen, darf man gewisse Meinungen nun mal nicht tolerieren.


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torsten torsten PM senden PM senden verfasst: 18.04.2008, 12:19
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24.04.08

EgonOhlsen fragte am 17.04.2008, 13:05 h
Zitat /.../ Kann man zwischen der Person und der Ideologie unterscheiden?

na klar. icon_smile die politische oder religiöse weltanschauung eines menschen ist schließlich nur ein teil von ihm; insgesamt ist er mehr als dieser teil. wer das leugnet, für andere oder für sich selber, ist entweder ein extremist oder ein fanatiker.
dass man die trennung nicht nur machen kann, sondern dass sie alltäglich gemacht wird, sieht man z.b. bei exit. so, wie funke es formuliert hat, wird mit leuten umgegangen, die über exit ausgestiegen sind.
eine analoge trennung (analog, da ideologie i.d.r. keine rolle spielt) wird bei straftätern vorgenommen. es wird die tat bestraft, aber es wird nicht der mensch als solcher in grund und boden verdammt.

=============================================

@ serum

Zitat Im Namen der Toleranz sollten wir daher das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.(k. popper)
Das ist glaube ich der springende Punkt. Ich will das Vorgehen radikaler Antifaschisten moralisch nicht aufwerten, ich will es aber auch nicht auf die gleiche Stufe mit dem Vorgehen von Nazis stellen. Wenn überhaupt ist ein Gleichnis nur auf einer Gewaltebene gestattet, aber auf der Inhaltsebene ist dies auf keinen Fall möglich.

doch, auch auf der inhaltsebene ist es möglich. du darfst nur nicht deinen blick verengen (lassen) und nicht auf die linke propaganda-lüge hereinfallen, der radikale antifaschist sei der 'gute' und der 'retter'. ist er nämlich nicht, sondern auch nur ein extremist. genau wie der radikale nationale, der ja auch behauptet, der 'gute' und der 'retter' zu sein, und damit seine rechte propaganda-lüge schafft. erlaub dir einen weiteren blick und kuck sie dir beide als radikale extremisten an.

kuck dir den hass an, den sie in sich tragen und den sie hegen und päppeln.
kuck dir die menschenverachtung an, die sie zu markte tragen.
kuck dir die inbrunst an, mit der sie das ziel verfolgen, andere nach möglichkeit auszumerzen.
kuck dir die anmaßung an, mit der sie sich das recht auf selbstjustiz genehmigen.
kuck dir die absolutheit an, mit der sie behaupten, sie allein wüßten, was alleinseligmachend sei.
kuck dir die heilsstaaten an, die sie in den schillerndsten farben malen.
und kuck dir an, in welch hohem maße beide sich selbst definieren über den feind, den sie jeweils ausgemacht haben. (damit will ich sagen, wie sehr ihre identität auf der existenz eines feindbildes basiert.)

weißt du, ob nun die anti-fatzkes auf'm bürgersteig stehen und nem kumpel von mir ne eisenstange auf'n schädel hauen, weil ihnen seine äußere erscheinung und die wahl seines lebensstils nicht passt (er ist skin, aber damit hat sich's dann auch schon), oder ob die nazi-fatzkes einem linken oder einem hippie auf die fresse hauen, weil ihnen seine äußere erscheinung und die wahl seines lebensstils nicht passt - beides ist suprematistisch, und somit inhaltlich motiviert. deshalb ist es m.e. falsch, die gewaltebene von der inhaltsebene zu trennen.


ZitatKann man im Namen der Toleranz Intoleranz tolerieren? icon_wink
Vielleicht wirst du jetzt sagen, kann man schon, muss man aber nicht. icon_biggrin Aber das wäre ein Sprachspiel und deshalb schliesse ich das mal aus. icon_lol
Oder vielleicht wirst du einwenden, dass die Variablen Toleranz= Antifaschismus Intoleranz= Faschismus nicht akzeptabel seien. Aber darüber kann man diskutieren. icon_wink

na ok icon_smile , wo du schon so philosophisch herausfordernd fragst, antworte ich jetzt mal ebenso: icon_wink
niemand kann von sich behaupten, absolut tolerant zu sein. jeder hat auch intoleranz in sich. also tut er ganz gut daran, die intoleranz anderer zu tolerieren. nicht im namen der toleranz, sondern kraft der vernunft. oder aus pragmatischen gründen. oder wegen der fairness. je nachdem.


torsten /.../ ich fang einen gedanken an, und du formulierst ihn für dich zu ende. 'wenn jermand mittel fordert, befürwortet oder einsetzt, wie sie in einer der beiden deutschen diktaturen gegen menschen eingesetzt wurden, dann ist er ... '

serumgewaltverherrlichend und gewaltbereit. icon_wink

na, willst du wohl stille sein ! icon_lol du solltest den gedanken für dich zu ende formulieren. aber nicht es mir sagen. und schon gar nicht der meute hier. icon_lol icon_lol icon_lol


ZitatOder müssen wir über das Wesen des Faschismus diskutieren? icon_smile
Ich glaube ja icon_wink

JAAAAA ! UNBEDINGT ! das will ich schon seit dem 9. mai '45. hat aber i-wie nie geklappt. icon_lol icon_lol icon_lol


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EgonOhlsen EgonOhlsen PM senden PM senden  |  Webseite WWW verfasst: 18.04.2008, 14:36
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21.11.08

Eine Ideologie (= notwendig falsches Bewusstsein) resultiert aus den bestehenden Verhältnissen. Und die sind für jeden Nazi die selben wie z.B. für mich.
Und was ist denn neben der Ideologie eines Menschen noch da? Der wahre, wirkliche, objektive Mensch? Mit angeborener Ethik und Moral? Das richtige neben dem falschen Bewusstsein?


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Die-JoWa Die-JoWa PM senden PM senden verfasst: 18.04.2008, 15:09
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20.11.08

serum
Die-JoWaAlso ich finde, wenn wir Nazis gegenüber faschistisch sind, sind wir selbst Faschisten und damit nicht besser als die Nazis selbst.
Man muss denen mit anderen Mitteln gegenübertreten.


Auch wenn ich Karl Popper nicht unbedingt zu meinen Lieblingsphilosophen zähle, gibt es einen klugen Satz von ihm:

ZitatIm Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten die Intoleranz nicht zu ignorieren.



Ich glaube, es fehlt der Beweis, das die Bekämpfung von Nazis in irgendeiner Art faschistisch sei. Ich lasse mich aber gerne des Besseren belehren.

Wenn überhaupt halte ich eine Auseinandersetzung auf der Gewaltebene notwendig, die die Anwendung und Verherrlichung von Gewalt zum Thema haben sollte.

Inwiefern nämlich radikaler Antifaschismus zum Vollzugsorgan gegen Nazis wird ist eine Frage für sich.

Und wie es mit dem Gewaltmonopol ausschaut,

( nach Hobbes erfüllt diese ja die Funktion, das eben die Leute sich die Köpfe nicht einschlagen sollen, das keine Selbstjustiz den Rechtstaat ersetzt, sondern das objektives Recht herrscht, das eben alle vor dem Gesetz gleich sind)

was ja in Widerspruch mit radikalem Antifaschismus gerät, wenn Nazis mit allen Mitteln auf allen Ebenen bekämpft werden sollen.

Toleranz ist nicht gleich Ignorieren. , und Intoleranz nicht ignorieren nicht gleich Gewalt.

Faschistisch ist es dann, wenn sie besipielsweise, wie vorhin im Beispiel, gezwungen wären sich zu kennzeichnen, wenn man sie kurz gesagt ähnlich behandelte wie die Juden im Dritten Reich.
Faschistisch ist nicht, sie zu bekämpfen.
(Gewalt halte ich trotzdem für sinnlos.)

Ich bin sowieso in jeder Weise Pazifist und glaube kaum, dass eine Gehirnerschütterung einen Nazi bekehrt, er entwickelt höchstens mehr Hass und wird vorsichtiger, was ihn eigentlich nur gefährlicher macht. Gewalt erzeugt Gegengewalt, niemals Einsicht.

Natürlich darf man einen Nazi nicht tolerieren, oder vielmehr seine Überzeugung, aber ich persönlich stelle mir da immer die Frage "Wie kommt er dazu?". Kein Mensch ist von Natur aus so, wie er ist. Und gerade bei Nazis sind es an sich immer sehr traurige Umstände, die sie dazu gebracht haben. Ich empfinde für Nazis gleichzeitig Hass und Mitleid. Für mich werden alle Menschen gleich geboren, und es kommt dann auf die Menschen in deren Umfeld an, wie sie sie behandeln und wie sehr sie sie dabei kaputt machen. Ein Nazi ist dann sowas wie das maximale Endprodukt an schlechter Behandlung, die gibt er dann an Unschuldige zurück. Da wird es nichts bringen, ihn noch mehr kaputt zu machen. Da muss man reparieren. Das ist ja der Grund, wieso Nazis so schwer von ihrer Ideologie abzubringen sind.

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