
Die für den morgigen Samstag angemeldete Neonazi-Demonstration zum Gedenken an den SA-Mann Horst Wessel in Neunkirchen (Saar) wurde vom zuständigen Landratsamt verboten. Nichtsdesotrotz findet um 10 Uhr in der Lindenallee eine „Kundgebung gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus“ [4] statt.
Grund für das Verbot der Nazidemo war laut Landrat Rudolf Hinsberger, dass sie das „friedliche Zusammenleben und die öffentliche Ordnung“ gefährden könnte. Fraglich nur inwiefern das „friedliche Zusammenleben“ in einer Stadt, in der Neonazi Flugblätter mit Namen, Fotos und Adressen ihnen unliebsamer Antifaschisten ungestört verteilen können [5], überhaupt noch vorhanden sein kann.
Auch ist unklar ob die Demonstration, wäre sie nicht verboten worden, überhaupt stattgefunden hätte. So sind die Umstände der Anmeldung mehr als seltsam: Die Anmeldung kam, laut redok [6], per Fax aus Berlin und bei dem sich verantwortlichen zeigenden Anmelder Thomas Beurer ist unklar ob er überhaupt existiert. Vielmehr ist es möglich, dass es sich hier nur um einen Fake handelte mit dem Ziel die antifaschistische Szene in Neunkirchen zu binden, um ungestört die auch für morgen geplante Eröffnung eines NPD-Büros am Burbacher Markt in Saarbrücken durchführen zu können.
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