News [1]: Massenschlägerei am St. Johanner Markt [2]

verfasst von : Admin am 07.08.2005, 13:37 Uhr
Antifa [3]
Wie einer Meldung des Saartextes zu entnehmen ist, kam es am heutigen Sonntagmorgen gegen 02:40 Uhr zu einer Massenschlägerei auf dem St. Johanner Markt.



Nach Polizeiangaben prügelten sich Angehörige der rechten Szene, Skinheads und Obdachlose. Auch seien Besucher des Saarspektakels angegriffen worden.
Die Polizei konnte die Situation erst mit 20 Beamten klären, dabei wurden auch Polizeibeamte angegriffen. Außerdem gibt es mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung und Beamtenbeleidigung.

Link zur Saartext Meldung [4]

Kommentare

Darstellung Reihenfolge
von Wüste
am 07. Aug 2005
[ Benutzer Information [5] ] [ Nachricht senden [6] ]

Staatsanwalte und Innenministerium schweigen:

Hunderte von Neonazis tummeln sich in Saarbrücken

Brutale Übergriffe von Rechtsradikalen nach Rechtsrockkonzert / Plötzlich waren’s Obdachlose und Randgruppen

--------------------------------------------------------------------------------

Saarbrücken. In der Nacht zum heutigen Sonntag trugen sich in der Innenstadt von Saarbrücken mehrere Schlägereien zu. In einem Fall schlugen gegen 2 Uhr drei Täter einen Mann in der Fußgängerzone Bahnhofstraße brutal zusammen. Der Mann wurde mit Brüchen und einer Wirbelsäulenverletzung in die Winterbergklinik eingeliefert. Die Schläger wurden nach Abschluß der Ermittlungen auf freien Fuß gesetzt. Im Polizeibericht ist nicht vermerkt, ob es sich um die Tat von Rechtsradikalen handeln könnte.

Eindeutig neonazistischen Hintergrund hatte indes eine kurz darauf auf dem St. Johanner Markt stattfindende Massenschlägerei, die im offiziellen Polizeibericht an die Medien recht unscharf als Schlägerei zwischen Rechten, Linken, Randständigen, Obdachlosen und Saarspektakel-Besuchern dargestellt wird. Im Polizeibericht heißt es unter anderem:

Gegen 2.40 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, wonach sich am St. Johanner Markt eine größere Menschenmenge eine Schlägerei liefere. Durch die Einsatzkräfte wurde festgestellt, daß mehrere Gruppierungen (hier: rechte Szene, linke Szene, Obdachlosen- bzw. Randständigen-Szene) in eine handfeste Schlägereien verwickelt waren. Auch unbeteiligte Besucher des

Saarspektakels seien betroffen und auch Flaschen und Bierkrüge wurden geworfen. Es herrschte totale Massenhysterie, und die Situation drohte zu eskalieren, weshalb weitere Unterstützungskräfte angefordert wurden. Im Rahmen der folgenden Ermittlungen wurde feststellt, daß Personen der „rechten Szene” und eine Gruppe „Skinheads”, die alle alkoholisiert waren, aufeinandergetroffen waren. Hierbei sind auch A-typische (? – Die Red.) Ausrufe der rechten Szene gefallen; diese konnten jedoch niemandem zugeordnet werden. Während dieser Auseinandersetzung wurden unbeteiligte Festbesucher ebenfalls angegangen, woraufhin dann die Flaschen und Bierkrüge geworfen wurden. Auch die ermittelnden Polizeibeamten wurden immer wieder von den unterschiedlichen Gruppierungen angegangen und gestört. Auch eine Gruppe von Obdachlosen bzw. randständigen Personen hat sich an Straftaten, insbesondere gegen Polizeibeamte, beteiligt. Durch die starken Polizeikräfte (20 Beamte) konnte dann die Lage entschärft werden. Derzeit laufen noch die Ermittlungen; Strafanzeigen unter anderem wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizeibeamte, Körperverletzung und Beleidigung von Polizeibeamten.

Soweit die Polizeimitteilung. Deutlicher die Medienmitteilung von BIFOR, die dem SAAR-ECHO vorliegt. Da heißt es:

Nach Ansicht des BIFOR Bildungs- & Forschungswerk Saar-Lor-Lux stehen die Übergriffe von Neonazis in den Morgenstunden des heutigen Sonntags auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken im Zusammenhang mit einer NPD-Wahlkampfveranstaltung, die am gestrigen Abend in Saarbrücken stattgefunden hat. Mehrere hundert Neonazis, darunter auch zahlreiche rechte Skinheads aus dem gesamten Bundesgebiet, waren gestern zu einem Rechtsrockkonzert der NPD nach Saarbrücken gereist.

Das Konzertprogramm, welches u.a. von den Freien Kameradschaften wie etwa der „Kameradschaft Saarlautern“ aus Saarlouis beworben worden war, war mit internationalen Neonazibands besetzt. Angekündigt waren SKD (Thüringen), Selbststeller (Riesa), Lemovice (Frankreich), Calslagen (Black Metall aus den Niederlande), Brigade M (Niederlande) und Hauptkampflinie – HKL. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte der sächsische NPD- Landtagsabgeordnete Klaus Menzel inne. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „Wir rocken den Reichstag - NPD in den Bundestag!“ stattfand, stellt den Versuch dar, das militante Neonazispektrum, insbesondere jenes der „Freien Kameradschaften“, enger an die Partei zu binden und Aktivisten für den anstehenden NPD-Bundestagswahlkampf zu gewinnen.

Dass die Neonazis für ihre Großveranstaltungen das Saarland als Veranstaltungsort auswählen, ist kein Zufall. Innerhalb der Neonaziszene hat das Saarland den Ruf, dass sich hier ohne größere Proteste und polizeiliche Repressalien Großveranstaltungen durchführen lassen. Auch die gestrige Veranstaltung wurde nach Meinung von BIFOR von polizeilicher Seite vollkommen unterschätzt. Das Saarland, insbesondere der Stadtverband Saarbrücken, war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz bundes- und europaweiter Neonazitreffen. Auch bei den Versuchen der europäischen radikalen Rechten, sich zu einem europäischen Netzwerk einer „Nationalistischen Front“ zu konstituieren, spielt das Saarland eine herausragende Rolle. Mit der jährlich in Saarbrücken stattfindenden NPD-Sommerakademie verfügt die europäische Rechte über einen ungestörten Tagungs- und Veranstaltungsort. Mit dem gestrigen Rechtsrockkonzert hat diese Entwicklung jedoch einen weiteren qualitativen Sprung erlebt.

Wie bis zu 500, zumeist militante Neonazis ungestört zu einem Rechtsrockkonzert in Saarbrücken anreisen und einzelne Gruppen anschließend Jagd auf Menschen in der Saarbrücker Innenstadt veranstalten können, ist eine Frage, die wohl die Innenministerin beantworten können sollte. Das Gefahrenpotential war jedenfalls absehbar - zumal die gestrigen Neonazibands zum Teil offen zur Gewalt aufrufen. Zitat einer Textzeile der Band HKL: ”Und dann kommen sie in Scharen, Idiotenvolk mit bunten Haaren - Denn nur im Rudel sind sie mutig - Allein kriegen sie die Nase blutig” (Hauptkampflinie: Rücken zur Wand, 1997).

In diesem Zusammenhang ist es geradezu skandalös, daß bis zu unserer Veröffentlichung am Sonntag gegen 17 Uhr keine Stellungnahme und Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Saarbrücken vorlag – jedenfalls nicht der Online-Zeitung SAAR-ECHO. Von daher kann man zumindest annehmen, daß die Ermittlungsbehörde die Polizei allein im Regen stehen läßt. Und auch vom Innenministerium war nichts zu vernehmen. Gerade von diesen Stellen hat die Öffentlichkeit eindeutige Informationen zu erwarten, zumal inzwischen die Staatsanwaltschaft Saarbrücken – sie ist für das Saarland zuständig – im Verdacht steht, auf dem rechten Auge blind zu sein. Das Bildungswerk BIFOR dehnt diesen Verdacht gar auf die Polizei des Landes und auf andere Behörden aus. Es scheint an der Zeit, daß der im saarlandweiten Richterverein – Vorsitzender ist der „öffentlichkeitsarbeitende“ Oberstaatsanwalt Raimund Weyand – als Mitglied fungierende Ministerpräsident Peter Müller die Dinge an sich zieht und für eine offizielle Überprüfung der Organe unserer Rechtspflege sorgt. Das scheint im Saarland dringend notwendig. (SE)


von Wüste
am 08. Aug 2005
[ Benutzer Information [7] ] [ Nachricht senden [8] ]

Rockten Neonazis in Fechingen?

Das Aktionsbüro Saar - es koordiniert Aktivitäten der rechten Szene im Saarland - hatte für Samstag im "Großraum Homburg-Zweibrücken" zur "Wahlkampfveranstaltung der NPD mit Rechtsrockkonzert" aufgerufen. Nach Informationen des Bildungs- und Forschungswerks (BIFOR) Saar-Lor-Lux sei die Fechinger Festhalle kurzfristig zum Veranstaltungsort gemacht worden, zuvor sei unklar gewesen, wo die NPD sich trifft. BIFOR-Mitarbeiter Ulli Clemens (29): "Die am Samstag aus ganz Deutschland angereisten Rechtsextremen wurden am Autobahn-Rastplatz Waldmohr über den genauen Veranstaltungsort informiert." Dort sollen laut BIFOR "internationale Neonazi-Bands" aufgetreten sein. Auch die rechtsgerichtete Kameradschaft Saarlautern aus Saarlouis habe dafür geworben. Die Brebacher Polizei hatte dort aber keinen Einsatz.

Übrigens: Der Saar-Pfalz-Raum, insbesondere Zweibrücken, wird seit Jahren von rheinland-pfälzischen Verfassungsschützern besonders ins Visier genommen. hgn

Quelle: 20 Cent [9]


von Wüste
am 08. Aug 2005
[ Benutzer Information [10] ] [ Nachricht senden [11] ]

Polizei: Massenhysterie auf dem St.Johanner Markt

Saarbrücken. Nächtliche Massenschlägerei auf dem St.Johanner Markt: Gleich mehrere Notrufe gehen gegen 2.40 Uhr in der Nacht zum Sonntag bei der Polizei ein.

Beamte eilen mit einem Großaufgebot zum Tatort. Dort schlagen bis zu 30 Randalierer aufeinander ein. Bierflaschen und -krüge fliegen durch die Luft. Ordnungshüter berichten: Sogar Besucher des ganz in der Nähe gerade zu Ende gehenden Saar-Spektakels, die just in diesem Moment den Platz passieren, werden attackiert.

Mit einem Großaufgebot muss die Polizei die hysterische Menschenmenge in Zaum halten. Auch die Hundestaffel kommt zum Einsatz. Etwa eine Stunde dauert es, bis die Polizei die zumeist besoffenen Schläger auseinandergetrieben hat. Die Bilanz: zig Platzwunden, Abschürfungen und Prellungen. Festgenommen wird keiner, aber die Polizei notiert sich die Namen von etlichen Beteiligten. Sie kommen unter anderem aus Saarbrücken, Homburg und Saarlouis.

Thomas Kolz (48), Hauptkommissar bei der Polizeiinspektion St.Johann: "Was der genaue Auslöser war, müssen wir noch ermitteln. Aber sicherlich war viel Alkohol im Spiel." Bisher ist nur bekannt: Es droschen Vertreter rechts- und linksextremer Gruppen aufeinander ein. Aber auch Obdachlose waren in die Schlägerei verwickelt. Kolz: "Die Zeugen machen es uns nicht einfach. Sie haben nicht viel zu dem Vorfall gesagt. Und alle wollen sich ihre Verletzungen nicht bei dieser Massenschlägerei zugezogen haben."

Das Bildungs- und Forschungswerk (BIFOR) Saar-Lor-Lux vermutet Rechtsradikale aus Fechingen hinter dem Auslöser der Keilerei. Sie seien am Samstag bundesweit zum Rechtsrock-Konzert Wir rocken den Reichstag - NPD in den Bundestag! angereist. BIFOR-Mitarbeiter Ulli Clemens (29): "Von dort sind Rechte nach Saarbrücken gefahren."

Die Polizeibezirksinspektion Brebach sieht keinen Zusammenhang. Kommissar Robert Hauer (49): "Es stimmt, dass die NPD Saar eine Wahlkampfkundgebung und Kulturveranstaltung mit rund 200 Besuchern angekündigt hat. Aber das hatte keine Außenwirkung." Matthias Zimmermann

Quelle: 20 Cent [12]


von Botschafter_Kash
am 08. Aug 2005
[ Benutzer Information [13] ] [ Nachricht senden [14] ]

heute auch in der "BILD" und in der "Welt Kompakt" zu lesen...


von Wüste
am 08. Aug 2005
[ Benutzer Information [15] ] [ Nachricht senden [16] ]

Neonazis in der Saarbrücker Innenstadt

von Freiraum - 08.08.2005 19:19

Am Sonntag, dem 07.08.2005, gegen 02.30 Uhr, schlugen am St.Johanner Markt in Saarbrücken etwa 20-25 Neonazis auf Passanten ein und jagten südländisch aussehende Menschen mit Fußtritten und abgebrochenen Bierflaschen durch die Innenstadt.Die Polizei war völlig überfortdert.

Unter „SiegHeil“-Rufen und zeigen des Hitlergrußes warfen sie immer wieder Gläser und Flaschen nach Umherstehenden. Ich kam auf dem Nachhauseweg zufällig am Tatort vorbei und alarmierte, wie auch andere Zeugen, über den Notruf die Polizei. Diese kam erst etwa 10 Minuten nach der Alarmierung, obgleich die zuständige Wache nur einige hundert Meter vom Ort des Geschehens entfernt liegt.

Als die Polizisten endlich mit nur zwei PKW eintrafen, blieben sie, vielleicht auch aus eigener Angst, zunächst in ihren Wagen sitzen. Durch ihre Anwesenheit ließen zwar einige Schläger von ihren Opfern, die Täter konnten aber in aller Ruhe flüchten. Dazu passt auch, dass die Polizei keine Zahlen von Festgenommenen angegeben hat.

Stattdessen berichtet die saarländische Medienlandschaft, die Polizei wäre mit einem „Großaufgebot“ und der „Hundestaffel“ im Einsatz gewesen. Verstärkung und Hundestaffel trafen aber erst wesentlich später ein. Außerdem wird vereinzelt berichtet, dort seien rechte und linke Gruppen aneinandergeraten. Auch dies entspricht nicht der Wahrheit. Die Gruppe derer, die sich gegen die Angreifer zur Wehr setzte und versuchte von den Opfern abzulenken, war heterogen und setzte sich aus Besuchen der Innenstadt und des Saarspektakels zusammen. Offenbar hatten die Neonazis zuvor ein „Rechts-Rock“-Konzert einige Kilometer weiter entfernt besucht.

Die Polizeiwache Karcherstraße hat mit diesem Vorgehen wieder einmal zu ihrem schlechten Ruf in der Saarbrücker Bevölkerung beigetragen. Es bleibt unverständlich, warum in der Umgebung eines so großen Festes wie des Saarspektakels nur zwei PKW zu aktivieren sind und wieso die Neonazis ohne Probleme in die Innenstadt gelangen konnten: Der Polizei war das Konzert bekannt gewesen.

Quelle: Indymedia [17]


Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung [18]
_LINKS
  [1] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?name=News&catid=1
  [2] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?name=News&file=article&sid=241
  [3] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?name=News&catid=&topic=8
  [4] http://www.sr-online.de/nachrichten/30/400436.html
  [5] http://www.chaoskanal.net/cms/user.php?op=userinfo&module=User&uname=Wüste
  [6] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?module=Messages&func=compose&uname=Wüste
  [7] http://www.chaoskanal.net/cms/user.php?op=userinfo&module=User&uname=Wüste
  [8] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?module=Messages&func=compose&uname=Wüste
  [9] http://sol.20-cent.de/
  [10] http://www.chaoskanal.net/cms/user.php?op=userinfo&module=User&uname=Wüste
  [11] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?module=Messages&func=compose&uname=Wüste
  [12] http://sol.20-cent.de/
  [13] http://www.chaoskanal.net/cms/user.php?op=userinfo&module=User&uname=Botschafter_Kash
  [14] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?module=Messages&func=compose&uname=Botschafter_Kash
  [15] http://www.chaoskanal.net/cms/user.php?op=userinfo&module=User&uname=Wüste
  [16] http://www.chaoskanal.net/cms/index.php?module=Messages&func=compose&uname=Wüste
  [17] http://de.indymedia.org/
  [18] http://www.chaoskanal.net/cms/user.php